Streicht man mit demselben Pol eines starken Magnets mehrmals in derselben Richtung über eine Stricknadel aus Stahl, so kann die Nadel anschließend eine Büroklammer aus Eisen anziehen.
Untersucht man die Stricknadel mit einer Magnetnadel, so stellt man fest, dass sich die Stricknadel genauso verhält wie ein Magnet. Die Enden der Stricknadel bilden die beiden Pole. Die Stricknadel ist selbst zum Magnet geworden, man sagt: Sie wurde magnetisiert.
Durchtrennt man die Stricknadel in der Mitte, so sind beide Teilstücke wieder vollständige Magnete mit jeweils einem Nord- und einem Südpol.
Um die Beobachtung zu erklären, stellt man sich vor, dass die Stricknadel aus sehr vielen sehr kleinen Magneten besteht. Diese werden Elementarmagnete genannt. Liegen sie durcheinander, so heben sich ihre Wirkungen gegenseitig auf. Die Stricknadel ist kein Magnet. Zum Magnet wird die Stricknadel erst, wenn ihre Elementarmagnete von einem starken Magnet so geordnet werden, dass ihre Nordpole alle in eine und die Südpole in die entgegengesetzte Richtung zeigen. Kneift man den „Stricknadel-Magnet“ durch, bleibt die Ordnung der Elementarmagnete erhalten. Entsprechend haben beide Teilstücke jeweils einen Nord- und Südpol.
Könnte man die Ordnung der Elementarmagnete aufheben, müsste aus dem „Stricknadel-Magnet“ wieder eine normale Stricknadel werden. Dies gelingt tatsächlich mit mehreren Hammerschlägen auf den „Stricknadel-Magnet“ oder durch starkes Erhitzen. Die Stricknadel wird so entmagnetisiert.
Ein Eisennagel lässt sich sogar noch leichter magnetisieren und entmagnetisieren als die Stricknadel aus . Man sagt, er besteht aus einem „magnetisch weicheren“ Stoff.
1
Starte die Simualtion und beobachte die Magnetisierung und Entmagnetisierung im Modell der Elementarmagnete.
Nord- und Südpol eines Magnets treten immer gemeinsam auf.
Beim Teilen eines Magnets entstehen zwei neue Magnete mit jeweils einem Nord- und einem Südpol.
Man stellt sich vor, dass jeder Magnet aus geordneten Elementarmagneten besteht.
2
Hängt man einen Eisennagel an einen Pol eines Magnets, so kann man weitere Nägel an den ersten Nagel hängen. Löst man den ersten Nagel vom Magnet, so haften auch die übrigen nicht mehr aneinander. Erkläre dies mit Hilfe des Modells der Elementarmagnete.
Wenn der erste Nagel z. B. am Nordpol des Magnets hängt, ordnet der Magnet die Elementarmagnete im Eisennagel so, dass ihm deren Südpole zugewandt sind. Magnet und Eisennagel ziehen sich an. Am anderen Ende des Eisennagels befindet sich nun ein Nordpol. An diesen Nordpol kann man einen zweiten Eisennagel hängen, dessen Elementarmagnete sich wieder entsprechend ordnen usw. Trennt man den ersten Nagel vom Magnet, geraten die Elementarmagnete im Nagel wieder in Unordnung, seine magnetische Wirkung verschwindet und der zweite Nagel fällt ab.
Stahl ist eine besondere Metall-Legierung, die hauptsächlich aus Eisen besteht.
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Titel:
Impulse Physik Mittelstufe eWissen
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1.2.0
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Verleger:
Dr. h. c. Michael Klett
Geschäftsführung:
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Autor(en):
Lars Blüggel, Manfred Grote, Markus Ketter, Stefan Schmatz, Christine Wächter
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Startscreen:
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Interface Design:
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