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Korrektur von Fehlsichtigkeit

Korrektur von Fehlsichtigkeit

Viele Menschen tragen Brillen oder Kontaktlinsen, um ihre Sehfähigkeit zu verbessern. Zur Augenlinse kommt somit eine zweite Linse hinzu. Welche Auswirkungen das hat, soll ein Modellexperiment zeigen.

Modellexperiment zum Auge
Marzell, Alfred, Schwäbisch Gmünd

Für die Augenlinse wird eine Sammellinse verwendet. Die Bildweite wird so eingestellt, dass ein scharfes Bild auf dem Schirm entsteht. Nun wird direkt vor der Sammellinse eine zweite Linse platziert, entweder eine weitere Sammellinse oder eine Zerstreuungslinse. Die Bildweite wird so verändert, dass das Bild auch jetzt scharf ist.

Ein Vergleich der Bildweiten zeigt, dass zwei Sammellinsen das Bild dichter hinter der Linse scharf abbilden. Werden eine Sammellinse und eine Zerstreuungslinse kombiniert, so wird das Bild weiter entfernt von der Linse abgebildet. Bei starker Krümmung der Zerstreuungslinse kann es auch sein, dass gar kein scharfes Bild mehr entsteht.

Die Erkenntnisse über die Kombination von Linsen werden angewendet, um unterschiedliche Arten von Fehlsichtigkeit zu korrigieren.

Wer braucht eine Brille?

Ältere Menschen können ohne Lesebrille oft nur mit ausgestreckten Armen lesen. Die Augenlinsen sind nicht mehr elastisch genug, um sich so stark zu krümmen, dass auch bei kurzen Entfernungen ein deutliches Bild auf der Netzhaut entsteht. Man spricht von Altersweitsichtigkeit. Eine Lesebrille mit Sammellinsen bündelt das Licht zusätzlich und verkürzt die Brennweite.

Bei manchen Menschen ist der Augapfel zu kurz. Auf der Netzhaut entsteht ein unscharfes Bild, ein deutliches Bild wäre erst hinter der Netzhaut möglich. Nur sehr weit entfernt liegende Gegenstände werden scharf abgebildet. Dieser Augenfehler heißt Weitsichtigkeit. Eine Brille mit Sammellinsen verkürzt die Brennweite, es entsteht ein scharfes Bild auf der Netzhaut.

Bei Weitsichtigkeit ist der Augapfel etwas zu kurz.
Marzell, Alfred, Schwäbisch Gmünd

Es kommt auch vor, dass der Augapfel zu lang ist. Das deutliche Bild liegt dann vor der Netzhaut, auf der Netzhaut ist es verschwommen. Nur nahe Gegenstände werden scharf abgebildet. Dieser Augenfehler heißt Kurzsichtigkeit. Eine Brille mit Zerstreuungslinsen vergrößert die Brennweite.

Bei Kurzsichtigkeit ist der Augapfel zu lang.
Marzell, Alfred, Schwäbisch Gmünd

Bei Brillengläsern gibt man meist nicht die Brennweite f, sondern deren Kehrwert D an: D=1f.

D wird in Dioptrien gemessen. Es ist 1dpt=1m.