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Abbildungen

Spiegelbilder

Getty Images Plus, München (E+/arsenik)

Dieser Pokerspieler verdeckt Augen und Mundpartie, um sich nicht durch mimische Gefühlsregungen, sogenannte Tells, zu verraten. Allerdings begeht er einen dummen Fehler.

Entstehung des Spiegelbildes

Du hast sicher bemerkt, dass die Gegner des Pokerspielers seine Karten in der Brille erkennen können. Auf spiegelnden Oberflächen wird von Gegenständen ausgehendes Licht reflektiert. Dabei ändert sich der Weg des Lichtes entsprechend dem Reflexionsgesetz.

Wenn das Licht über den Spiegel in unsere Augen trifft, sehen wir die Gegenstände als Spiegelbild. Weil unser Gehirn davon ausgeht, dass sich Licht geradlinig ausbreitet, nehmen wir die Gegenstände dort wahr, wo das Licht scheinbar geradlinig herkommt – von einem Ort hinter dem Spiegel.

Wie ein Spiegelbild entsteht
Marzell, Alfred, Schwäbisch Gmünd

Die Abbildung zeigt den Weg des Lichtes beim Betrachten eines Spiegelbildes von zwei verschiedenen Orten aus. Durchgezogene Linien stellen den tatsächlichen Weg des Lichtes dar, die gestrichelten zeigen den Verlauf, den unser Gehirn annimmt, da es von der geradlinigen Ausbreitung ausgeht. Deshalb sehen wir ein gedachtes Bild hinter dem Spiegel.

Eigenschaften des Spiegelbildes

Wie die Abbildung zeigt, sind Gegenstand und Spiegelbild beide gleich weit von der Spiegelebene entfernt und gleich groß. Die Verbindungslinien von Gegenstandspunkten zu entsprechenden Punkten des Spiegelbildes stehen senkrecht auf der Spiegelebene.

Wir stellen uns vor, die Spielzeugfigur in folgender Abbildung läuft zur Seite in die Richtung ihres erhobenen Arms.

Michael Wagner, Korntal-Münchingen

Dann läuft auch ihr Spiegelbild in diese Richtung. Vom Spiegelbild der Spielzeugfigur sieht man allerdings die andere Seite. Läuft die Figur vom Spiegel weg auf uns zu, dann bewegt sich ihr Spiegelbild von uns weg nach hinten. Der Spiegel vertauscht also hinten und vorne.

Oft wird behauptet, der Spiegel vertausche rechts und links. Tatsächlich sehen wir, dass die Spielzeugfigur im Spiegel ihren rechten Arm hebt, das Original davor aber den linken. Damit wir die Figur genauso sehen wie im Spiegel, muss sie sich umdrehen und ihren rechten Arm heben.

Michael Wagner, Korntal-Münchingen

Die Drehung um 180° ist also der Grund für die „Vertauschung“, weil dadurch „rechts“ zu „links“ wird.

Das Spiegelbild ist ein gedachtes Bild. Gegenstand und Spiegelbild sind beide gleich weit von der Spiegelebene entfernt.

Konstruktion des Spiegelbildes