Deutsch kompetent eWissen Oberstufe
Demoversion

Laut-Buchstaben-Zuordnung

Es gelten zwei Hauptprinzipien: Das phonetische Prinzip (Lautprinzip: „Schreib, wie du sprichst!“) besagt, dass Laute und Buchstaben systematisch aufeinander beziehbar sind, also z. B. der Laut [m] immer „m“ geschrieben wird. 26 Buchstaben stehen jedoch 40 systematisch relevanten Lauten gegenüber, sodass zahlreiche Laute keinen Buchstaben haben (z. B. der Glottisschlag bzw. Knacklaut [ʔ] zwischen den Silben in Beamte) und andere Laute durch Buchstabenkombinationen wiedergegeben werden (z. B. durch „ch“ oder „sch“). Umgekehrt stehen (z. B. wegen Fremdwörtern) mehrere Buchstaben oder Buchstabenverbindungen für einen Laut, so kann z. B. der f-Laut durch „v“, „f“, „ff“ oder „ph“ wiedergegeben werden. Das Prinzip der Schemakonstanz (Stammprinzip: „Schreibe Gleiches möglichst gleich!“) besagt, dass die Schreibung des Wortstammes weitgehend erhalten bleibt, z. B. schreibt man es zieht (da: zie-hen) oder Räuber (da: rauben). Deshalb gibt es im Deutschen viele Homophone (gleichlautende Wörter mit unterschiedlicher Schreibung), z. B. wieder/wider, dass/das, mahlen/malen.