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Magnetismus

Den richtigen Weg finden

Schon sehr früh bestimmte man auf Reisen die Himmelsrichtungen am Tag mithilfe der Sonne und nachts mitthilfe des Polarsterns.

Christoph Kolumbus (1451 - 1506) startete am 3. August 1492, um einen Seeweg von Spanien nach Indien zu finden.

Die Reisen des Kolumbus
Marzell, Alfred, Schwäbisch Gmünd

Er benutzte wahrscheinlich eine auf einem Wasserbecken schwimmende Magnetnadel, um den Kurs zu bestimmen. Im 16. Jahrhundert verbesserte sich die Gerätetechnik und man konnte Magnetnadeln so aufhängen, dass sich die Nadel immer horizontal bewegte. So entstand der Kompass, bei dem sich eine Magnetnadel über einer Winkelskala dreht.

Heute haben viele Smartphones einen Magnetsensor und können so einen Kompass darstellen. Legt man das Handy auf eine Landkarte, dann lässt sich diese durch Drehen in eine Nord-Süd-Richtung bringen.

Einnorden einer Landkarte
Marzell, Alfred, Schwäbisch Gmünd

Stell dir z. B. vor, du machst eine Bergwanderung. Nach einer Gipfelpause willst du weitergehen. Im Wanderführer ist der Abstieg vom Gipfelplateau im Nordosten angegeben. Zur Orientierung mit dem Kompass bringt man durch Drehen der Skala (bzw. des ganzen Kompassgehäuses) die „Nord“-Markierung der Skala und die Kompassnadel zur Deckung. Nordosten ist dann die Richtung, die genau zwischen Norden und Osten liegt.

Moderne Positionsbestimmungen basieren auf GPS (Global Positioning System). GPS nutzt dazu die Signale mehrerer Satelliten. Selbst einfache Handys können so eine Position auf ca. 10 m genau ermitteln. Sobald eine zweite Position berechnet wurde, können auch Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit ermittelt werden.