Bevor es GPS gab, half ein Kompass bei der Orientierung auf dem Meer oder in der Wildnis. Doch woher "weiß" der Kompass, wo Norden ist?
Eine bewegliche Magnetnadel richtet sich so aus, dass sie nach Norden zeigt. Mit einem anderen Magnet lässt sich diese Ausrichtung stören, ohne dass sich Magnet und Magnetnadel berühren.
Magnete wirken ohne Berührung auf andere Magnete und auch auf magnetisierbare Stoffe. Man spricht von einem Magnetfeld, das in der Umgebung eines Magnets besteht. Magnetfelder sind unsichtbar und beeinflussen nicht nur Magnetnadeln, sondern auch manche elektrischen Geräte wie z.B. Herzschrittmacher. Deshalb werden in der Nähe starker Magnetfelder Warnhinweise angebracht.
Wenn sich eine bewegliche Magnetnadel ausrichtet, zeigt dies, dass ein Magnetfeld besteht. Hält man einen Magnet über eine Anordnung kleiner beweglicher Magnetnadeln, so ordnen sich die Nadeln zu einem Muster. Ein ähnliches Bild lässt sich mit Eisenspänen erzeugen. Bei anderen Magneten ergeben sich andere Muster.
Bewegliche Magnetnadeln bzw. Eisenspäne deuten unter dem Einfluss eines Magnetfeldes eine Linienstruktur an.
Die Muster lassen sich mit Hilfe von Linien darstellen. Die Linien zeigen die Ausrichtung der Magnetnadeln an. Da sich eine Magnetnadel in jedem Punkt eines Magnetfeldes eindeutig ausrichtet, verläuft durch jeden Punkt genau eine Linie. Die Linien kreuzen sich nicht. Würde man Linien durch alle Punkte zeichnen, könnte man kein Muster erkennen. Man zeichnet daher nur ausgewählte Linien. Diese heißen Magnetfeldlinien. Man hat festgelegt, dass die Richtung der Magnetfeldlinien vom Nord- zum Südpol eines Magnets verläuft.
In der Nähe der Pole ist die Wirkung des Magnetfeldes am größten. Dort liegen die Magnetfeldlinien dicht beieinander. Mit der Entfernung zu den Polen nimmt die Wirkung ab. Entsprechend verlaufen die Magnetfeldlinien dort in größerem Abstand.
Ein magnetisches Feld wirkt auch im Wasser, in Luft und im Weltall ohne Luft. Es durchdringt die meisten Stoffe problemlos. Gegenstände, die Eisen, Nickel oder Cobalt enthalten, beeinflussen dagegen die Wirkung eines Magnetfeldes. So wird eine Büroklammer von einem Magneten nicht mehr angezogen, wenn sich zwischen ihnen eine Eisenplatte befindet.
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Starte die Simulation. Ziehe den Magnet nach rechts in die Anordnung mit den Kompassnadeln. Beobachte, wie sich die Kompassnadeln ausrichten, wenn du den Magnet hin und her bewegst. Überlege, wo sich der Nord- und der Südpol des Magnets befinden und überprüfe deine Vermutung, indem du das weiße Kästchen mit der Beschriftung "Nord-/Südpol" anklickst.
Ein an einem Faden frei aufgehängter Stabmagnet richtet sich immer so aus, dass ein bestimmter Pol nach Norden zeigt.
Er wurde magnetischer Nordpol genannt. Erst viel später erkannte man als Ursache dieser Ausrichtung, dass die Erde von einem Magnetfeld umgeben ist.
Dieses stellt man sich so vor, als stamme es von einem riesigen Stabmagnet im Inneren der Erde, dessen magnetischer Südpol in der Nähe des geografischen Nordpols der Erde liegt. Entsprechend findet sich der magnetische Nordpol beim geografischen Südpol.
Die magnetischen Pole der Erde liegen nicht genau auf der Erdachse. Eine Magnetnadel zeigt also nicht genau die Nord-Süd-Richtung an. Die Nordrichtung einer Magnetnadel hat gegenüber dem geografischen Nordpol einen kleinen Fehler, eine Missweisung.
Für Orte im Westen Deutschlands ist die Missweisung fast null, westlich davon ist sie nach Westen, östlich davon nach Osten gerichtet.
Eine Magnetnadel mit waagerechter Drehachse zeigt schräg zum Boden. Die magnetischen Feldlinien des Erdmagnetfeldes verlaufen also schräg in den Boden.
Der Südpol des Erdmagnets liegt im Norden Kanadas. Er wandert jährlich etwa 40 km in nördliche Richtung.
Der magnetische Nordpol in der Antarktis wandert jährlich etwa 15 km in nord-westliche Richtung.
Jeder Magnet erzeugt in seiner Umgebung ein Magnetfeld.
Erfahren Magnete eine Wirkung, so besteht ein Magnetfeld.
Magnetische Feldlinien veranschaulichen die Ausrichtung von beweglichen Magnetnadeln im Magnetfeld.
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Fritz will das Magnetfeld eines Stabmagnets beschreiben. Er erinnert sich an Landkarten. Dort wird Wasser blau dargestellt. Je tiefer es ist, desto dunkler ist das Blau.
a)
Erläutere das so entstandene Bild.
Das Bild zeigt durch die Blaufärbung, dass in jedem Punkt in der Umgebung des Magnets ein Magnetfeld besteht. Je stärker die Wirkung ist, desto dunkler ist das Blau. Man kann also die Lage der Pole erkennen, aber nicht, ob es sich um einen Nord- oder Südpol handelt. Man sieht auch, dass die Wirkung des Magnets mit der Entfernung abnimmt.
b)
Vergleiche dieses Bild mit der Beschreibung durch Feldlinien.
Das Feldlinienbild erfasst nicht alle Punkte. Da die Feldlinien eine Richtung haben, kann dort, wo die Feldlinien gezeichnet sind, die Ausrichtung einer Magnetnadel angegeben werden. Man kann die Pole erkennen und angeben, ob es sich um einen Nord- oder Südpol handelt. Je dichter die Feldlinien in einem Bereich verlaufen, desto stärker ist dort die Wirkung.
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Titel:
Impulse Physik Mittelstufe eWissen
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1.2.0
Produktnummer:
ECF85113EWA12
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Verleger:
Dr. h. c. Michael Klett
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Maximilian Schulyok (Vorsitz), Dr. Michael Schlienz, Dr. Sibylle Tochtermann
Autor(en):
Lars Blüggel, Manfred Grote, Markus Ketter, Stefan Schmatz, Christine Wächter
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Startscreen:
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Interface Design:
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