Impulse Physik Mittelstufe eWissen
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Gesetze des Stromkreises

Messung des elektrischen Widerstands

Der elektrische Widerstand gibt an, wie stark der elektrische Strom in einem Leiter behindert wird. In diesem Praktikum lernst du, wovon der Widerstand abhängt.

V1

Elektrischer Widerstand einer Glühlampe

Material:

Netzgerät, Glühlampe (6V/0,1A), Messgerät für den elektrischen Widerstand (Ohmmeter), Umschalter, Kabelmaterial, Stoppuhr

Durchführung:

  1. Baue die Schaltung gemäß dem folgenden Schaltplan auf.

    Marzell, Alfred, Schwäbisch Gmünd
    Lars Blüggel
  2. Miss den Widerstand der Lampe nach dem Umlegen des Schalters in Abständen von jeweils 5 Sekunden.

Auswertung:

Zeit t in s

0

5

10

15

20

25

30

Widerstand R in Ω

39,5

18,0

14,2

13,1

12,9

12,5

12,4

Der angezeigte Wert fällt von nahezu 40 zu Beginn auf rund 12.

V2

Elektrischer Widerstand bei Erwärmung

Material:

Ohmmeter, Kabelmaterial, Isolatorstiele, Eisendraht, Konstantandraht

Durchführung:

  1. Wickle den Eisendraht mehrfach um einen Bleistift, sodass eine Spule entsteht.

  2. Miss den Widerstand des aufgewickelten Stücks Eisendraht mit dem Ohmmeter. Stelle dann ein brennendes Teelicht unter den Draht und beobachte den Widerstand in Abständen von 5 Sekunden.

    Marzell, Alfred, Schwäbisch Gmünd
  3. Wiederhole den Versuch mit einem Konstantandraht.

Auswertung:

Der Widerstand des Eisendrahtes steigt, der des Konstantandrahtes verändert sich beim Erwärmen nicht.

V3

Ohm'sches Gesetz

Material:

Netzgerät, Kabelmaterial, Stromstärkemessgerät (Amperemeter), Glühlampe (6V), Konstantandraht (Länge 150cm; Durchmesser ca. 0,1mm, Querschnittsfläche ca. 0,01mm2), Eisendraht

Durchführung:

  1. Schließe nacheinander die Glühlampe und den Konstantandraht an das Netzgerät an und miss für Spannungen zwischen 0V und 6V in Schritten von 1V jeweils die Stromstärke.

  2. Führe den Versuch nun mit dem Eisendraht durch.

  3. Widerhole den Versuch, nachdem du den Eisendraht in ein Wasserbad gelegt hast.

    Marzell, Alfred, Schwäbisch Gmünd

Auswertung:

Beispielmessung:

U in V

0

1,0

2,0

3,0

4,0

5,0

6,0

Glühlampe

I in A

0

0,13

0,22

0,30

0,36

0,40

0,45

Konstantandraht

I in A

0

0,12

0,24

0,36

0,49

0,61

0,74

Eisendraht in Luft

I in A

0

0,34

0,60

0,80

0,98

1,08

1,13

Eisendraht in Wasser

I in A

0

0,44

0,90

1,34

1,75

2,26

2,66

Verdoppeln von U führt bei dem Konstantandraht zur Verdopplung von I. Bei der Glühlampe besteht dagegen kein proportionaler Zusammenhang. Gleiches gilt für den Eisendraht. Durch das Wasserbad erwärmt sich der Eisendraht weniger. Spannung und Stromstärke sind im gekühlten Draht proportional.

V4

Menschlicher Widerstand

Material:

9V-Batterie mit Anschluss-Clip, Amperemeter, Krokodilklemme, 2 Kabel

Durchführung:

Marzell, Alfred, Schwäbisch Gmünd
  1. Stelle das Amperemeter auf Mikroampere (μA) ein. Stecke ein Kabel in den einen Anschluss des Amperemeters und verbinde es mit Hilfe einer Krokodilklemme mit einem Kabel des Batterie-Clips. Stecke das zweite Kabel in den anderen Anschluss des Amperemeters. Berühre nun mit einer Hand das freie Ende dieses Kabels und mit der anderen Hand das zweite Kabel des Batterie-Clips.

  2. Notiere die abgelesene Stromstärke und berechne den Widerstand.

  3. Feuchte deine Hände mit Wasser an und wiederhole die Messung.

Auswertung:

Im Normalfall beträgt der zu erwartende Widerstand der Haut zwischen 1,5 und 30Dementsprechend liegt die zu erwartende Stromstärke bei der Messung zwischen 300μA und 6000μA=6mA

V5

Widerstand von Blumenerde

Material:

Netzgerät, Amperemeter, Schalter, Kabelmaterial, 2 Krokodilklemmen, 2 Kohleelektroden oder Graphitstäbe, Blumentopf mit trockener Blumenerde, Gefäß mit Wasser

Durchführung:

Marzell, Alfred, Schwäbisch Gmünd
  1. Baue den Versuch gemäß der Abbildung auf und stelle die Spannung am Netzgerät auf 10V ein. Miss die Stromstärke für trockene Blumenerde.

  2. Gib bei geöffnetem Schalter Wasser hinzu bis die Erde feucht ist. Miss nach Schließen des Schalters die Stromstärke und notiere sie.

  3. Gib nun soviel Wasser dazu, dass die Erde im Blumentopf vollständig nass ist. Miss die Stromstärke erneut.

  4. Fertige ein Diagramm an, in dem du die Stromstärke in Abhängigkeit von der Menge des hinzugefügten Wassers aufträgst.

Auswertung:

Der Widerstand ist bei nasser Erde deutlich geringer als bei feuchter Erde.

V6

Widerstand einer Salzlösung

Material:

Netzgerät, Amperemeter, Kabelmaterial, 1l-Becherglas, Isolierstiele, Graphitstäbe mit Halterung, destilliertes Wasser, Kochsalz, Teelöffel

Durchführung:

Marzell, Alfred, Schwäbisch Gmünd
  1. Baue den Stromkreis gemäß der Abbildung auf. Fülle das Becherglas zur Hälfte mit destilliertem Wasser. Stelle am Netzgerät eine Spannung von 10V ein.

  2. Gib bei geöffnetem Schalter einen gestrichenen Teelöffel Salz in das Becherglas, rühre um und miss die Stromstärke.

  3. Gib schrittweise je einen weiteren Teelöffel Salz hinzu, rühre um und notiere die Stromstärke.

  4. Berechne die elektrischen Widerstände in Abhängigkeit von der Salzmenge.

  5. Fertige ein Diagramm an, in dem du den Widerstand gegen die Zahl der Teelöffel mit Salz aufträgst. Erkläre das Diagramm.

Auswertung:

Der elektrische Widerstand sinkt mit zunehmendem Salzgehalt. Es ergibt sich in guter Näherung ein antiproportionaler Zusammenhang zwischen Widerstand und Anzahl der Teelöffel Salz.

V7

Widerstand und Länge einer Leitung

Material:

Maßstab, Krokodilklemmen, Ohmmeter, Kabelmaterial, unterschiedlich lange Konstantandrähte mit Durchmesser 0,2mm bzw. Querschnitt A=0,03mm2

Durchführung:

Manfred Grote, Lüchow
  1. Baue den Versuch wie in der Abbildung auf und führe die Messungen durch

    l in m

    0,25

    0,50

    0,75

    1,00

    R in Ω

    ---

    ---

    ---

    ---

  2. Übertrage die Werte in ein l-R-Diagramm

  3. Prüfe, ob ein proportionaler Zusammenhang zwischen l und R vorliegt.

  4. Prüfe die Formel R=ρ·lA anhand deiner Messwerte. Der spezifische Widerstand ρvon Konstantandraht beträgt 0,49Ω·mm2m.

Auswertung:

Beispielmessung:

l in m

0,25

0,50

0,75

1,00

R in Ω

4,0

8,2

12,3

16,3

Widerstand und Drahtlänge sind proportional zueinander: R~l

V8

Widerstand und Querschnitt einer Leitung

Material:

Maßstab, Krokodilklemmen, Ohmmeter, Kabelmaterial, Konstantandraht verschiedener Dicke

Die unterschiedlich dicken Konstantandrähte sollen alle die Länge 100cm haben. (Hinweis: Es müssen nicht unbedingt 100cm sein, wichtig ist aber, dass alle Drähte gleich lang sind.)

Durchführung:

Manfred Grote, Lüchow
  1. Baue den Versuch wie in der Abbildung auf und miss für jeden Draht den elektrischen Widerstand.

    d in mm

    0,20

    0,25

    0,30

    0,35

    A in mm2

    ---

    ---

    ---

    ---

    R in Ω

    ---

    ---

    ---

    ---

  2. Aus dem Durchmesser d kann man die Querschnittsfläche A berechnen. Es gilt: A=0,7854·d2. Ergänze die Tabelle um die A-Werte.

  3. Übertrage die Werte in ein A-R-Diagramm.

  4. Begründe, warum kein proportionaler Zusammenhang zwischen R und A vorliegt.

  5. Es liegt möglicherweise ein antiproportionaler Zusammenhang vor. Nutze deine Kenntnisse aus dem Mathematikunterricht der 7. Klasse, um dies zu begründen.

  6. Überprüfe anhand deiner Messwerte, ob die Formel R=ρ·lA gilt.

Auswertung:

Beispielmessung für l=1m:

d in mm

0,20

0,25

0,30

0,35

A in mm2

0,03

0,05

0,07

0,10

R in Ω

16,3

9,8

7,0

4,9

Der Widerstand ist umgekehrt proportional zur Querschnittsfläche: R~1A

V9

Widerstand und Material einer Leitung

Material:

Maßstab, Krokodilklemmen, Ohmmeter, Kabelmaterial, Drähte aus unterschiedlichen Materialien (z. B. Eisen, Chrom-Nickel, Konstantan)

Alle Drähte müssen die gleiche Länge (z. B. 100cm) und den gleichen Durchmesser bzw. Querschnitt haben.

Durchführung:

Manfred Grote, Lüchow
  1. Baue den Versuch wie in der Abbildung auf und führe die Messungen durch

    Material

    Chrom-Nickel

    Eisen

    Konstantan

    R in Ω

    ---

    ---

    ---

  2. Vergleiche den Ohm'schen Widerstand der drei Materialien.

  3. Für den spezifischen Widerstand gilt: ρ=A·Rl. Bestätige den Wert des spezifischen Widerstands für Konstantan ρ=0,49Ωmm2m.

  4. Berechne ebenso die spezifischen Widerstände für Eisen und Chrom-Nickel.

Auswertung:

Beispielmessung für Drähte der Länge l=1m mit Querschnittsfläche A=0,03mm2

Material

Chrom-Nickel

Eisen

Konstantan

R in Ω

36,7

3,2

16,3

Entsprechend ergibt sich:

ρCrNi=1,1Ω·mm2m
ρFe=0,097Ω·mm2m
ρKonstantan=0,49Ω·mm2m

V10

Kennlinie einer Leuchtdiode

Material:

Netzgerät, Kabel, Stromstärkemessgerät, gelbe und grüne LED

Durchführung:

Baue eine Reihenschaltung aus Messgerät und LED auf (Achte auf die richtige Polung der LED). Miss die Stromstärke in Abhängigkeit von der Spannung. Erhöhe ab etwa 1,4V die Spannung nur ganz vorsichtig in Schritten von max. 0,1V bis zur maximal zulässigen Stromstärke von 20mA.

Auswertung:

Die Messung von Spannung und Stromstärke zeigt für die Schülerinnen und Schüler ein unerwartetes Ergebnis: Oberhalb einer Spannung von etwa 1,4V steigt bei richtiger Polung die Stromstärke an und die Diode leuchtet.

Hinweis: Da die Kennlinie der LED oberhalb der Schwellspannung sehr stark ansteigt, verwendet man im Allg. zur Strombegrenzung (etwa 20mA) einen Vorwiderstand, um eine Zerstörung der LED zu vermeiden. Will man diesen Widerstand aus methodischen Gründen weglassen, dann muss U oberhalb der Schwellspannung sehr vorsichtig (wie angegeben in Schritten von max. 0,1V ) erhöht und beim Erreichen der maximal zulässigen Stromstärke wieder zurückgefahren werden.

Marzell, Alfred, Schwäbisch Gmünd