Der elektrische Widerstand gibt an, wie stark der elektrische Strom in einem Leiter behindert wird. In diesem Praktikum lernst du, wovon der Widerstand abhängt.
Material:
Netzgerät, Glühlampe (), Messgerät für den elektrischen Widerstand (Ohmmeter), Umschalter, Kabelmaterial, Stoppuhr
Durchführung:
Auswertung:
Zeit in s | 0 | 5 | 10 | 15 | 20 | 25 | 30 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Widerstand in | 39,5 | 18,0 | 14,2 | 13,1 | 12,9 | 12,5 | 12,4 |
Der angezeigte Wert fällt von nahezu zu Beginn auf rund .
Material:
Ohmmeter, Kabelmaterial, Isolatorstiele, Eisendraht, Konstantandraht
Durchführung:
Wickle den Eisendraht mehrfach um einen Bleistift, sodass eine Spule entsteht.
Miss den Widerstand des aufgewickelten Stücks Eisendraht mit dem Ohmmeter. Stelle dann ein brennendes Teelicht unter den Draht und beobachte den Widerstand in Abständen von 5 Sekunden.
Wiederhole den Versuch mit einem Konstantandraht.
Auswertung:
Der Widerstand des Eisendrahtes steigt, der des Konstantandrahtes verändert sich beim Erwärmen nicht.
Material:
Netzgerät, Kabelmaterial, Stromstärkemessgerät (Amperemeter), Glühlampe (), Konstantandraht (Länge ; Durchmesser ca. , Querschnittsfläche ca. ), Eisendraht
Durchführung:
Schließe nacheinander die Glühlampe und den Konstantandraht an das Netzgerät an und miss für Spannungen zwischen und in Schritten von jeweils die Stromstärke.
Führe den Versuch nun mit dem Eisendraht durch.
Widerhole den Versuch, nachdem du den Eisendraht in ein Wasserbad gelegt hast.
Auswertung:
Beispielmessung:
in V | 0 | 1,0 | 2,0 | 3,0 | 4,0 | 5,0 | 6,0 | |
Glühlampe | in A | 0 | 0,13 | 0,22 | 0,30 | 0,36 | 0,40 | 0,45 |
Konstantandraht | in A | 0 | 0,12 | 0,24 | 0,36 | 0,49 | 0,61 | 0,74 |
Eisendraht in Luft | in A | 0 | 0,34 | 0,60 | 0,80 | 0,98 | 1,08 | 1,13 |
Eisendraht in Wasser | in A | 0 | 0,44 | 0,90 | 1,34 | 1,75 | 2,26 | 2,66 |
Verdoppeln von führt bei dem Konstantandraht zur Verdopplung von . Bei der Glühlampe besteht dagegen kein proportionaler Zusammenhang. Gleiches gilt für den Eisendraht. Durch das Wasserbad erwärmt sich der Eisendraht weniger. Spannung und Stromstärke sind im gekühlten Draht proportional.
Material:
-Batterie mit Anschluss-Clip, Amperemeter, Krokodilklemme, 2 Kabel
Durchführung:
Stelle das Amperemeter auf Mikroampere (μA) ein. Stecke ein Kabel in den einen Anschluss des Amperemeters und verbinde es mit Hilfe einer Krokodilklemme mit einem Kabel des Batterie-Clips. Stecke das zweite Kabel in den anderen Anschluss des Amperemeters. Berühre nun mit einer Hand das freie Ende dieses Kabels und mit der anderen Hand das zweite Kabel des Batterie-Clips.
Notiere die abgelesene Stromstärke und berechne den Widerstand.
Feuchte deine Hände mit Wasser an und wiederhole die Messung.
Auswertung:
Im Normalfall beträgt der zu erwartende Widerstand der Haut zwischen und Dementsprechend liegt die zu erwartende Stromstärke bei der Messung zwischen und
Material:
Netzgerät, Amperemeter, Schalter, Kabelmaterial, 2 Krokodilklemmen, 2 Kohleelektroden oder Graphitstäbe, Blumentopf mit trockener Blumenerde, Gefäß mit Wasser
Durchführung:
Baue den Versuch gemäß der Abbildung auf und stelle die Spannung am Netzgerät auf ein. Miss die Stromstärke für trockene Blumenerde.
Gib bei geöffnetem Schalter Wasser hinzu bis die Erde feucht ist. Miss nach Schließen des Schalters die Stromstärke und notiere sie.
Gib nun soviel Wasser dazu, dass die Erde im Blumentopf vollständig nass ist. Miss die Stromstärke erneut.
Fertige ein Diagramm an, in dem du die Stromstärke in Abhängigkeit von der Menge des hinzugefügten Wassers aufträgst.
Auswertung:
Der Widerstand ist bei nasser Erde deutlich geringer als bei feuchter Erde.
Material:
Netzgerät, Amperemeter, Kabelmaterial, -Becherglas, Isolierstiele, Graphitstäbe mit Halterung, destilliertes Wasser, Kochsalz, Teelöffel
Durchführung:
Baue den Stromkreis gemäß der Abbildung auf. Fülle das Becherglas zur Hälfte mit destilliertem Wasser. Stelle am Netzgerät eine Spannung von ein.
Gib bei geöffnetem Schalter einen gestrichenen Teelöffel Salz in das Becherglas, rühre um und miss die Stromstärke.
Gib schrittweise je einen weiteren Teelöffel Salz hinzu, rühre um und notiere die Stromstärke.
Berechne die elektrischen Widerstände in Abhängigkeit von der Salzmenge.
Fertige ein Diagramm an, in dem du den Widerstand gegen die Zahl der Teelöffel mit Salz aufträgst. Erkläre das Diagramm.
Auswertung:
Der elektrische Widerstand sinkt mit zunehmendem Salzgehalt. Es ergibt sich in guter Näherung ein antiproportionaler Zusammenhang zwischen Widerstand und Anzahl der Teelöffel Salz.
Material:
Maßstab, Krokodilklemmen, Ohmmeter, Kabelmaterial, unterschiedlich lange Konstantandrähte mit Durchmesser bzw. Querschnitt
Durchführung:
Baue den Versuch wie in der Abbildung auf und führe die Messungen durch
in m | 0,25 | 0,50 | 0,75 | 1,00 |
in Ω | --- | --- | --- | --- |
Übertrage die Werte in ein
Prüfe, ob ein proportionaler Zusammenhang zwischen und vorliegt.
Prüfe die Formel anhand deiner Messwerte. Der spezifische Widerstand von Konstantandraht beträgt .
Auswertung:
Beispielmessung:
in m | 0,25 | 0,50 | 0,75 | 1,00 |
in Ω | 4,0 | 8,2 | 12,3 | 16,3 |
Widerstand und Drahtlänge sind proportional zueinander:
Material:
Maßstab, Krokodilklemmen, Ohmmeter, Kabelmaterial, Konstantandraht verschiedener Dicke
Die unterschiedlich dicken Konstantandrähte sollen alle die Länge haben. (Hinweis: Es müssen nicht unbedingt sein, wichtig ist aber, dass alle Drähte gleich lang sind.)
Durchführung:
Baue den Versuch wie in der Abbildung auf und miss für jeden Draht den elektrischen Widerstand.
in | 0,20 | 0,25 | 0,30 | 0,35 |
in | --- | --- | --- | --- |
in Ω | --- | --- | --- | --- |
Aus dem Durchmesser kann man die Querschnittsfläche berechnen. Es gilt: . Ergänze die Tabelle um die -Werte.
Übertrage die Werte in ein .
Begründe, warum kein proportionaler Zusammenhang zwischen und vorliegt.
Es liegt möglicherweise ein antiproportionaler Zusammenhang vor. Nutze deine Kenntnisse aus dem Mathematikunterricht der 7. Klasse, um dies zu begründen.
Überprüfe anhand deiner Messwerte, ob die Formel gilt.
Auswertung:
Beispielmessung für :
in | 0,20 | 0,25 | 0,30 | 0,35 |
in | 0,03 | 0,05 | 0,07 | 0,10 |
in Ω | 16,3 | 9,8 | 7,0 | 4,9 |
Der Widerstand ist umgekehrt proportional zur Querschnittsfläche:
Material:
Maßstab, Krokodilklemmen, Ohmmeter, Kabelmaterial, Drähte aus unterschiedlichen Materialien (z. B. Eisen, Chrom-Nickel, Konstantan)
Alle Drähte müssen die gleiche Länge (z. B. ) und den gleichen Durchmesser bzw. Querschnitt haben.
Durchführung:
Baue den Versuch wie in der Abbildung auf und führe die Messungen durch
Material | Chrom-Nickel | Eisen | Konstantan |
in Ω | --- | --- | --- |
Vergleiche den Ohm'schen Widerstand der drei Materialien.
Für den spezifischen Widerstand gilt: . Bestätige den Wert des spezifischen Widerstands für Konstantan .
Berechne ebenso die spezifischen Widerstände für Eisen und Chrom-Nickel.
Auswertung:
Beispielmessung für Drähte der Länge mit Querschnittsfläche
Material | Chrom-Nickel | Eisen | Konstantan |
in Ω | 36,7 | 3,2 | 16,3 |
Entsprechend ergibt sich:
Material:
Netzgerät, Kabel, Stromstärkemessgerät, gelbe und grüne LED
Durchführung:
Baue eine Reihenschaltung aus Messgerät und LED auf (Achte auf die richtige Polung der LED). Miss die Stromstärke in Abhängigkeit von der Spannung. Erhöhe ab etwa die Spannung nur ganz vorsichtig in Schritten von max. bis zur maximal zulässigen Stromstärke von .
Auswertung:
Die Messung von Spannung und Stromstärke zeigt für die Schülerinnen und Schüler ein unerwartetes Ergebnis: Oberhalb einer Spannung von etwa steigt bei richtiger Polung die Stromstärke an und die Diode leuchtet.
Hinweis: Da die Kennlinie der LED oberhalb der Schwellspannung sehr stark ansteigt, verwendet man im Allg. zur Strombegrenzung (etwa ) einen Vorwiderstand, um eine Zerstörung der LED zu vermeiden. Will man diesen Widerstand aus methodischen Gründen weglassen, dann muss U oberhalb der Schwellspannung sehr vorsichtig (wie angegeben in Schritten von max. ) erhöht und beim Erreichen der maximal zulässigen Stromstärke wieder zurückgefahren werden.
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Titel:
Impulse Physik Mittelstufe eWissen
Versionsnummer:
1.2.0
Produktnummer:
ECF85113EWA12
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Rotebühlstraße 77 70178 Stuttgart Telefon: +49 711 6672 1333 Kontaktformular Handelsregister: Stuttgart HRB 10746 Umsatzsteuer-ID-Nr.: DE 811122363
Verleger:
Dr. h. c. Michael Klett
Geschäftsführung:
Maximilian Schulyok (Vorsitz), Dr. Michael Schlienz, Dr. Sibylle Tochtermann
Autor(en):
Lars Blüggel, Manfred Grote, Markus Ketter, Stefan Schmatz, Christine Wächter
Entstanden in Zusammenarbeit mit dem Projektteam des Verlages.
Startscreen:
plainpicture GmbH RF, Elektrons08
Interface Design:
know idea GmbH, Freiburg
Software-Entwicklung:
adesso SE, Dortmund
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